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Tina Engel

About Tina Engel

Tina Engel ist Hobby-Autorin aus Leidenschaft. Ihre inzwischen 14 Romane sind alle im Selbstverlag erschienen und über den gut sortierten Buchhandel und als eBook erhältlich.

Melina in Amazon Top 100

Seit knapp zwei Wochen ist mein Roman „Melina – mit Anlauf ins Chaos“ als eBook (Kindle) und auch als Taschenbuch auf Amazon erhältlich. Bereits nach knapp einer Woche war mein Baby in der Amazon-Bestseller-Liste auf Platz 96 und ist ganz aktuell zu finden auf Platz 67.
Eine wirklich schöne Motivation, weiter zu schreiben! 🙂
„Melina – Auf Abwegen“ ist in Arbeit!

By | 2015-09-16T20:07:12+00:00 12.09.2015|News|0 Kommentare

Und es geht weiter…

Beim Thema „Rocker“ geht so manchem wahrscheinlich die Hutschnur hoch. Ich habe sie mir inzwischen schon mehrfach zum Thema gemacht, weil ein wichtiger Teil meines Lebens genau mitten in dieser Szene stattfindet. Und NEIN, ich klaue mir die Ideen für meine Romane nicht aus der Realität – ich lasse mich lediglich inspirieren und mache daraus mein eigenes Ding.

Wer mein neuestes Werk „Melina – Mit Anlauf ins Chaos“ bereits gelesen hat, weiß, dass das noch nicht alles gewesen sein kann und dass eine Fortsetzung bereits in Arbeit ist. Die Fortsetzung soll den Titel „Melina – Auf Abwegen“ bekommen. Also, ihr dürft gespannt sein!

Und danach? Ja, dann schreibe ich zur Abwechslung mal wieder über was anderes. Eins kann ich schon verraten: Es wird mal wieder leicht gruselig. Vielleicht auch ein bisschen mehr. Mal schauen, was die Fantasie so hergibt 😉

 

In diesem Sinne:

Die Tastatur steht nicht still…

By | 2015-09-02T12:57:30+00:00 02.09.2015|News|1 Kommentar

Leseprobe „Böses Blut“

„Wo bist du gewesen?“ Jessicas Freund Falk tobte vor Wut, als die 24-jährige die gemeinsame Wohnung betrat.

Jessica ließ die Wohnungstür hinter sich ins Schloss fallen, hob müde den Kopf mit den langen blonden Locken und sah ihn fragend an. „Arbeiten?“ hörte er sie nach ein paar Sekunden mit ironisch angehauchter Stimme antworten.

Heute war es mal wieder etwas später geworden. Aber so war das manchmal, wenn ausgerechnet gegen Ende der Sprechstunde noch kranke Patienten in die Praxis kamen. Mal übernahm dann ihre Kollegin Ivy die Assistenz, mal Jessica. Notfalls auch mal beide zusammen, je nach Zulauf oder Arbeitsaufwand.

Jedes Mal die gleiche Leier, stöhnte sie innerlich. Sie stellte ihre Handtasche auf die Ablage neben den Jacken und zog den nassen Parka aus. Der kurze Weg von der Praxis zum Auto hatte schon genügt, um alles vor Nässe triefen zu lassen.

Jessica mochte den Winter nicht. Er war grau, kalt, nass. Entweder regnete es oder es schneite.

Heute regnete es zur Abwechslung mal wieder.

Zum Glück war schon Februar. Jessica konnte es kaum noch erwarten, dass die ersten Frühblüher ihre Köpfchen zaghaft durch die Schneedecke oder den grauen Erdboden steckten.

„Ich habe in der Praxis angerufen, aber da ging keiner ans Telefon“, zischte Falk leicht zynisch.

Jessica verdrehte die Augen und fuhr genervt zu ihm herum: „Stell dir vor, ich war für ein paar Minuten mit im Sprechzimmer, weil der Doktor meine Hilfe brauchte! Muss ich mich jetzt jedes Mal abmelden und rechtfertigen, wenn ich mal für fünf Minuten irgendwo nicht ans Telefon gehen kann? Außerdem nehmen wir nach 18 Uhr in der Regel keine Gespräche mehr an. Aber das solltest du inzwischen langsam wissen!“ Genervt schob sie sich an ihm vorbei in die Küche. Sie hatte Hunger und wollte schauen, ob irgendwas Essbares in der Küche herumstand.

Natürlich nicht.

„Wolltest du nicht einkaufen?“ fragte sie ihn, als sie einen gähnend leeren Kühlschrank vorfand. Fürs Kochen war sie auch zuständig. Und das, obwohl Falk in den letzten vier Wochen jeden Tag den ganzen Tag zu Hause herumgammelte.

Der Kühlschrank war leer, die Wäsche blieb liegen. Aufgeräumt wurde auch nicht.

Langsam reichte es.

„Ich bin krank geschrieben. Meinst du, da turne ich im Supermarkt herum?“ gab er etwas pikiert zurück.

Oh, stimmt, diese schlimme Tendinitis, die einfach nicht besser wird! Aber wie auch, wenn man den ganzen Tag am Zocken ist…

Er hatte eine Sehnenscheidenentzündung, einen sogenannten Tennisarm, den er sich hin und wieder „gönnte“, wenn ihm die Lust zum Arbeiten fehlte.

Jessica hatte keinen Nerv dafür, jetzt noch mal loszufahren und etwas Essbares zu besorgen. „Ich fahre morgen Abend nach der Arbeit direkt zum Supermarkt und besorge das Nötigste.“ Scharf sah sie ihn an. „Und wenn du wieder ausflippst, weil ich später nach Hause komme, war es das letzte Mal, dass ich dir überhaupt irgendwas abgenommen habe! Jedes Mal hältst du mir die Stoppuhr vor die Nase, sobald ich nur ein paar Minuten später heim komme, als DU es dir in deinem kranken Hirn ausgerechnet hast! Langsam komme ich mir hier vor wie im Knast! Mir reicht es!“ Sie war zum Schluss immer lauter geworden.

Und auf das ständige Herumdiskutieren habe ich langsam auch keinen Bock mehr! Als sie sich nun von ihm abwandte und sich mit der Hand müde über die Augen fuhr, trat er plötzlich mit mildem Blick zu ihr und zog sie an sich: „Tut mir leid.“ Besänftigend fügte er noch hinzu: „Und wenn DU einkaufst, haben wir wenigstens alles da – ich vergesse doch eh immer die Hälfte.“

„Dafür gibt es Einkaufszettel!“ knurrte sie.

„Ich kann nicht lesen“, versuchte er zu scherzen.

Genervt befreite Jessica sich von ihm. Sie konnte es langsam nicht mehr hören. „Ich geh in die Wanne.“ Auch wenn es sie nicht satt machte – dort hatte sie wenigstens ihre Ruhe. Ehe er ihr anbieten konnte, sich zu ihr zu gesellen, verließ sie rasch die Küche in Richtung Bad.

 

Bestellmöglichkeiten

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eBook:

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By | 2017-03-17T17:49:46+00:00 25.06.2015|Leseprobe|2 Comments

Leseprobe „Das Häuschen am Waldrand“

„Endlich allein!“ Jana ließ sich auf ihr altes dunkelblaues Sofa fallen, mitten zwischen die wild zusammen gewürfelten Kissen.

Mit einer lässigen Handbewegung schob sie sich eine Strähne aus dem Gesicht und parkte sie hinter dem Ohr. Ihre wilden, schulterlangen, blonden Engelslocken hatte sie mit einem Haargummi notdürftig gezähmt. Bei der Wirtschafterei hatten sich ein paar Strähnen aus dem Zopf gelöst. Manchmal war halt nicht alles zu bändigen.

Ihr Ex-Freund gehörte auch dazu. Sie schob den Gedanken an ihn fort, wischte ihn weg, wie eine lästige Fliege.

Ihr Blick versank im Kamin, der direkt vor ihr an der gegenüberliegenden Wand stand. Friedlich züngelten kleine Flammen an einem Stück Holz herum. Wohlige Wärme durchströmte den Raum. Nach diesem harten Umzugstag tat es den müden Gliedern richtig gut, sich von der Wärme ein wenig verwöhnen zu lassen.

Jana war ein Mensch, der es liebte, in Action zu sein. Langeweile war ein Fremdwort für sie. Mit ihren fünfundzwanzig Lenzen hatte sie schon mehr auf die Beine gestellt, als so mancher mit Vierzig. Sie hatte ihre Vorliebe für das Zeichnen und Skizzieren zum Beruf gemacht und den Beruf der Grafik-Designerin erlernt, hatte sogar schon drei Jahre lang direkt in der Werbebranche gearbeitet. Den Umzug des Büros ins Ausland hatte sie gleich für einen generellen Cut genutzt. Ins Ausland wollte sie nicht.

Bei ihren Zeugnissen und Referenzen hatte Brockhard, ihr künftiger Chef und Inhaber von Web-Bro Design, sich buchstäblich die Finger geleckt und sie sofort mit Kusshand eingestellt. Zu Bedingungen, die Jana sich vorher nicht mal erträumt hätte. Sie hatte zugegebenermaßen ein wenig gepokert. Doch Brockhard war darauf eingestiegen.

Gut, dafür musste sie ihr Können nun tatkräftig unter Beweis stellen. Noch vor ihrem ersten Arbeitstag hatte er ihr schon den ersten Auftrag in die Hand gedrückt. Werbung für einen Lebensmittelhersteller. Ansprechend, anschaulich, knapp betitelt.

„Ich weiß schon, das Auge isst mit!“ hatte Jana ihren Chef vorwitzig angeschaut und dafür ein wohlwollendes Nicken kassiert. Entsprechend lustig sah es nun auf Janas Esstisch in der Ecke ihres Wohnzimmers aus – sämtliche Unterlagen, Material, Skizzen, Schriften lagen rings um das Laptop verstreut. Dazwischen verteilten sich verschiedene Stifte, große und kleine Lineale. Irgendwann würde sie dies alles in das noch freie Zimmer neben der Küche verlagern – dort sollte ihr Arbeitsbereich entstehen, wo sie sich nach Lust und Laune entfalten und von der Außenwelt abschotten konnte.

Nein, an die Arbeit wollte sie heute Abend nun nicht mehr denken. Dafür war sie viel zu müde. Die angenehme Kaminwärme verstärkte die Müdigkeit noch um einiges.

Jana zog sich eine Wolldecke heran, kuschelte sich ein. Nach ein paar Minuten dämmerte sie weg.

Ein lautes Knacken ließ sie hochschrecken. Sicher nur der Kamin.

Das Feuer war größer geworden, loderte hell, fraß sich nun durch das gesamte Holz. Explodierte Holzwürmer? Gab es so was? Wie groß musste so ein Wurm dann gewesen sein, wenn er ein so lautes Geräusch verursachte?

Jana musste an das typische Paradebeispiel vom „Schaumkuss in der Mikrowelle“ denken. Wartete man zu lange – Peng! Nur hier war hinterher die Sauerei eindeutig größer als bei der Holzwurmsache im Kamin.

Jana sank zurück in die Kissen, schlummerte nach ein paar Minuten erneut leicht weg.

Vor ihrem inneren Auge tauchte der Kamin auf, in welchem die Flammen seltsam zu tanzen begannen. Plötzlich sprangen sie von dem Holz an den Schamott-Steinen entlang nach vorn zur Glastür, züngelten vorwitzig an der Scheibe entlang. Sie suchten einen Weg nach draußen, tauchten auf einmal nach unten ab, glitten durch die Lüftungsschlitze in den Aschekasten. Schwupps schon entfleuchten ein paar durch die vordere Öffnung des Kastens aus dem Kamin, tanzten über die Fliesen, begannen, am Teppich zu züngeln, am Holz des Schrankes zu nagen. Plötzlich loderte rings um Jana alles hell auf, knackte, knisterte, fraß Holz und Textilien.

Jana riss die Augen auf. Der Kamin war aus. Kein Feuer. Stille. Dunkelheit.

Jana schälte sich aus der Decke, stand auf und tastete sich vorwärts, bis zum Lichtschalter neben der Tür. Sie drückte auf den Schalter, doch nichts passierte. Glühlampe kaputt? Sicherung raus? Ihr fiel ein, dass ja noch überhaupt keine Lampe im Wohnzimmer angebracht war. Taschenlampe? Kerze? Feuerzeug?

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By | 2017-03-17T17:49:46+00:00 25.06.2015|Leseprobe|1 Kommentar
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